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Bei mehr als einem von acht nordeuropäischen Kindern, die übergewichtig sind, und bei über 25% der Kinder in Teilen Südeuropas erreicht die Fettleibigkeit bei europäischen Vorschulkindern Rekordwerte. Die höchsten Werte gibt es in Spanien, wo 38% der jungen Mädchen jetzt als übergewichtig oder adipös eingestuft werden.
Die März-Ausgabe der Zeitschrift Obesity Reviews zeigt die Ergebnisse einer neuen europaweiten 10-Länder-Studie, die zeigt, dass Vorschulkinder übergewichtig werden, weil sie am Wochenende zu viel fernsehen und zu viele ungesunde Snacks und alkoholfreie Getränke zu sich nehmen.
Den Forschern zufolge hat diese dramatische Entwicklung nicht nur Auswirkungen auf die künftige Gesundheit Europas, sondern sie belastet auch die Gesellschaft extrem.
Dr. Yannis Manios, Assistant Professor an der Harokopio Universität in Athen, der die ToyBox-Studie koordiniert, erklärt:

"Wir brauchen einen neuen Ansatz, um Fettleibigkeit zu verhindern. Junge Kinder sind von Natur aus energetisch und sie mögen es, körperlich aktiv zu sein, da dies für sie eine Möglichkeit ist, sozial zu interagieren und Freundschaften zu knüpfen. Jedoch in der entgegengesetzten Richtung die natürliche menschliche Vorliebe für süß schmeckend und Energiedichte Nahrungsmittel und Getränke führen Kinder zu diesen Nahrungsmitteln, wenn sie ihnen ausgesetzt sind.
Aus diesen Gründen sollten Programme zur Vorbeugung von Fettleibigkeit versuchen, sicherzustellen, dass Kinder Freizeit und Raum haben, um körperlich aktiv zu sein, eine gesunde Ernährungs- und Trinkumgebung zu schaffen und Lehrer und Eltern darüber zu informieren, wie sie solche Verhaltensweisen fördern können. "

Dr. Manios und sein Team betonten die Notwendigkeit einer gesundheitsfördernden Politik.
Er sagt:
"Wir haben festgestellt, dass es in vielen Ländern keine klaren Richtlinien zu gesunder Ernährung und aktivem Spiel gibt. Es gibt jedoch gute Beweise dafür, dass sesshaftes Verhalten (wie Fernsehen) mit späterem Übergewicht verbunden ist. Daher sollte das Fernsehen in Kindergärten durch aktiver ersetzt werden - wettbewerbsfähige, unterhaltsame Aktivitäten, die die Teilnahme der ganzen Klasse fördern und Kindern helfen, optimales Wachstum, Gesundheit und Wohlbefinden zu erreichen.
Auch zuhause sind Fernseher im Schlafzimmer und ungesunde Snacks im Küchenschrank eine schlechte Idee. Eltern sollten sich auch daran erinnern, dass ihre Rolle nicht nur darin besteht, gesunde Speisen und Getränke anzubieten, sondern auch selbst ein Vorbild zu sein, da Kinder ihr Verhalten kopieren. "

Die Europäische Kommission unterstützt das länderübergreifende Forschungsprojekt mit einem Zuschuss von 2, 9 Millionen Euro. Die ToyBox-Studie wird die Entwicklung und Evaluierung eines neuen Programms umfassen, das Kindergärten in 6 EU-Ländern bei der Förderung einer gesunden Lebensweise unterstützen soll. Das Programm umfasst Methoden zur Förderung körperlicher Aktivitäten und zur Reduzierung von sitzenden Aktivitäten wie Fernsehen und Computerspielen sowie Aufklärung der Kinder in Bezug auf Naschen und Wasserverbrauch.
Geschrieben von Petra Rattue
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