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Die Langzeiteffekte von Schlaganfällen sind relativ gut dokumentiert. Eine neue Studie, die in der Zeitschrift Neurology veröffentlicht wurde, zeigt jedoch, dass die Auswirkungen viel tiefer gehen als nur das Physische.


Die Erholung von Schlaganfall ist laut einer neuen Studie mehr als nur physisch.

Die häufigste Art von Schlaganfall ist ein ischämischer Schlaganfall, bei dem die Blutversorgung von Teilen des Gehirns blockiert wird, oft durch ein Blutgerinnsel.

Diese machen 87 Prozent aller Schlaganfälle aus.

Da das neurale Gewebe an Sauerstoff und Nährstoffen fehlt, stirbt es ab und verursacht eine Reihe lang anhaltender Wirkungen.

Die Art der Funktion, die gestört wird, hängt von der Region des Gehirns ab, die betroffen ist, und die Schwere der Störung hängt davon ab, wie viel Gewebe geschädigt ist.

Obwohl jeder Schlaganfall unterschiedlich ist, gibt es bestimmte Nachwirkungen, die häufig auftreten, einschließlich Lähmungen (oft auf einer Seite des Körpers), Schwäche, Sehstörungen und Gedächtnisprobleme und Schwierigkeiten mit der Sprache.

Ein tiefer Einblick in den Schlaganfall

Studienautorin Dr. Irene L. Katzan von der Cleveland Clinic in Ohio wollte mehr über die Folgen eines Schlaganfalls erfahren. Sie erklärt, was sie dazu getrieben hat, Schlaganfallpatienten genauer zu untersuchen und was sie erreichen wollte.

"Nach einem Schlaganfall haben Menschen, die nur eine leichte Behinderung haben, oft" versteckte "Probleme, die ihre Lebensqualität beeinträchtigen können. Und für Menschen mit mehr Behinderung, was stört sie am meisten? Probleme mit dem Schlaf? Depression? Müdigkeit?"

"Nicht viele Studien haben die Menschen gefragt, wie sie sich über diese Probleme fühlen", erklärt sie, "und wir Ärzte konzentrieren uns oft nur auf körperliche Behinderungen oder darauf, ob sie einen weiteren Schlaganfall haben."

Um diese Fragen zu untersuchen, untersuchte Dr. Katzan - ebenfalls ein Mitglied der American Academy of Neurology - mehr als 1.000 Menschen, die einen ischämischen Schlaganfall erlitten hatten. Die Ergebnisse wurden diese Woche veröffentlicht.

Die Teilnehmer wurden einige Fragen bezüglich ihrer körperlichen Funktionsfähigkeit und anderer psychologischer Faktoren, wie Angst, Müdigkeit, Schlafprobleme, kognitive Fähigkeiten (wie Planung und Organisation), wie stark ihr Schmerzpegel ihr Leben beeinflusst und wie glücklich sie sind, gestellt mit ihren aktuellen sozialen Aktivitäten und Rollen.

Die Fragebögen wurden im Durchschnitt 100 Tage nach dem Schlaganfall ausgefüllt, und rund 25 Prozent der Teilnehmer benötigten Hilfe, um diese Aufgabe zu erfüllen.

Die Probleme verstehen

Mit Ausnahme von Depression und Schlaf hatten Personen mit Schlaganfall in allen anderen Bereichen signifikant niedrigere Werte als die Allgemeinbevölkerung. Die stärksten Unterschiede wurden, wie nicht anders zu erwarten, bei körperlichen Aktivitäten gefunden.

Weit über die Hälfte der Personen mit Schlaganfall bewerteten ihre Zufriedenheit mit sozialen Rollen und sozialen Aktivitäten als deutlich schlechter als die allgemeine Bevölkerung.

Dieses Ergebnis könnte insbesondere bei der Gestaltung der Langzeitpflege für Menschen mit Schlaganfall hilfreich sein.

Dr. Katzan erklärt: "Menschen können von sozialen Unterstützungsprogrammen profitieren, und frühere Studien haben gezeigt, dass sie von den Bemühungen profitieren, die soziale Beteiligung von Menschen mit Schlaganfall, insbesondere von Bewegungsprogrammen, zu verbessern."

Wenn es um das Funktionieren der Exekutive ging - Fähigkeiten einschließlich Organisation und Planung -, waren die Ergebnisse ähnlich; Fast die Hälfte derjenigen mit Schlaganfall hat sich deutlich weniger als der Rest der Bevölkerung ausgezeichnet.

"Die soziale Partizipation und die exekutive Funktionsfähigkeit sind Bereiche, die in der Schlaganfallrehabilitation bisher kaum Beachtung fanden", sagt Dr. Katzan.

"Wir müssen besser verstehen, wie diese Bereiche das Wohlbefinden der Menschen beeinflussen, und Strategien entwickeln, um ihre Funktionsweise zu optimieren."

Dr. Irene L. Katzan

Die Ergebnisse bieten einen neuen Einblick in die Herausforderungen, denen sich Menschen mit Schlaganfall stellen müssen. Die Autoren erwähnen jedoch schnell bestimmte Einschränkungen in ihrer Studie.

Zum Beispiel war das Durchschnittsalter der Teilnehmer 62 - 7 Jahre jünger als das Durchschnittsalter, wenn ein Schlaganfall normalerweise auftritt. Außerdem hatten die Teilnehmer tendenziell mildere Schläge als der Durchschnitt.

Es gab auch einige Bereiche, die von der Studie verpasst wurden. Zum Beispiel wurde die Kommunikation - von der bekannt ist, dass sie vielen Menschen nach einem Schlaganfall Sorge bereitet - nicht behandelt.

Die Forscher hoffen, dass diese Ergebnisse dazu beitragen könnten, zukünftige Therapien und Rehabilitationsprogramme für Menschen mit Schlaganfall mit einem besonderen Fokus auf soziale Unterstützung zu informieren.

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