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Rom, 21. Juni 2010: Schmerztherapeuten aus ganz Europa haben ein umfassendes Aufklärungsprogramm zur Verbesserung der Behandlung chronischer Schmerzen auf den Weg gebracht, da eine umfassende Überprüfung darauf hinweist, dass sie im Allgemeinen unzureichend behandelt wird.
"Chronischer Schmerz sollte nicht als Indikator für eine zugrunde liegende Krankheit oder einen schädigenden Prozess angesehen werden, sondern als eigenständige Krankheit", sagte Professor Giustino Varrassi, Präsident der Europäischen Föderation der Internationalen Vereinigung für das Studium des Schmerzes, und leitete Autor der Rezension. Er sprach auf einem Treffen der Initiative "Change Pain", einem Programm, das Schmerzspezialisten aus ganz Europa zusammenbrachte, um die Behandlung chronischer Schmerzen zu verbessern, finanziert durch ein Stipendium von Grünenthal (20.-21. Juni 2010, Rom, Italien).
Schmerz ist der häufigste Grund für Patienten, ärztliche Hilfe in Anspruch zu nehmen, und chronische Schmerzen betreffen laut jüngsten Studien in Europa fast eine von vier Personen - wobei Kreuzschmerzen das häufigste Problem sind. Die umfassende Literaturrecherche ergab jedoch, dass die durchschnittliche Zeit zwischen dem Beginn und der Überweisung an ein spezialisiertes Schmerzzentrum derzeit 12 Jahre beträgt und dass die Schmerzlinderung in diesem Stadium nur bei 20% der Patienten erreicht wird (Curr Med Res & Opin 2010; 26: 1231) -1245) .
Die Überprüfung ergab große Unterschiede in der Schmerztherapie chronischer Schmerzen. Evidenzbasierte Leitlinien wurden häufig nicht befolgt, und Faktoren, die die medikamentöse Behandlung bestimmten, schienen hauptsächlich auf Tradition und persönlichen Erfahrungen zu beruhen. "Es gibt einen Teufelskreis, in dem Ärzte versuchen, ein Gleichgewicht zwischen adäquater Schmerzlinderung und akzeptablen Nebenwirkungen zu halten, insbesondere bei starken Opioiden", warnte Professor Varrassi.
Der Bericht empfiehlt eine verbesserte Ausbildung sowohl für Ärzte als auch für Patienten hinsichtlich der Notwendigkeit, chronische Schmerzen genau zu beurteilen. Es weist auch darauf hin, dass es bei chronischen Schmerzen häufig eine neuropathische Komponente gibt, die eine entsprechende Behandlung, oft mit einer Kombinationstherapie, erfordert.
Um das Management von chronischen Schmerzen zu verbessern, hat die Change Pain-Gruppe ein großes Bildungsprogramm gestartet. Es umfasst drei umfassende, interaktive E-Learning-Module, mit denen Fachkräfte des Gesundheitswesens auf Folgendes vorbereitet werden: Schmerzbewertung, Verbesserung der Arzt-Patienten-Kommunikation, multimodales Management chronischer Schmerzen und mechanismusorientierte pharmakologische Schmerztherapie. Das erste eCME-Modul ist online unter www.change-pain.com verfügbar.
Grünenthal gewährte Susan Mayor ein uneingeschränktes Stipendium für die Teilnahme an der Change Pain-Konferenz. Die geäußerten Ansichten sind jedoch ausschließlich die des Autors.
Geschrieben von Susan Mayor

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