womenhealthsecret.com

Eine Studie von norwegischen Forschern, die am 13. November in der Open-Access-Zeitschrift PLoS Genetics veröffentlicht wurde, berichtet, dass Gebärmutterhalskrebspatienten mit spezifischen Veränderungen im Krebsgenom ein drei- oder vierfach erhöhtes Rezidivrisiko nach Standardbehandlung im Vergleich zu Patienten ohne diese Veränderungen haben. Die Forschung legt nahe, dass spezifische genetische Veränderungen kritische Schritte im Verlauf der Krankheit hin zu einem aggressiven und behandlungsresistenten Zustand sind.
Gebärmutterhalskrebs ist eine der häufigsten bösartigen Erkrankungen bei Frauen weltweit. Es ist eine Hauptursache für krebsbedingten Tod. Aus diesem Grund wollten die Forscher untersuchen, ob diese genetischen Veränderungen Informationen zu klinischen Daten, die durch Standarduntersuchungsmethoden erhalten werden, hinzufügen könnten und ob sie dazu verwendet werden könnten, Patienten zu identifizieren, die eine zusätzliche Behandlung benötigen. Frühere Studien haben gezeigt, dass die Krebszellen von Gebärmutterhalskrebs-Patienten zahlreiche genetische Veränderungen zeigen. Ihre Bedeutung für den Krankheitsverlauf und die Behandlungsresistenz ist jedoch unklar.
Leitende Autorin Heidi Lyng und Kollegen untersuchten mehr als 140 Patienten, die im norwegischen Radium-Krankenhaus diagnostiziert und behandelt wurden. Sie verwendeten Screening-Methoden, die alle Gene im menschlichen Genom umfassten. Die Forscher berichten, dass ihr Schlüsselergebnis die Entdeckung einer Reihe von biologischen Prozessen ist, die bekannte Kennzeichen von Krebs sind, der mit Gewinnen und Verlusten spezifischer Gene in Verbindung steht. Darüber hinaus identifizieren sie neue Loci, die mit Resistenz gegen Chemo- und Strahlentherapie assoziiert sind und zeigen die beteiligten Gene.
Diese Forschung ist ein wesentlicher Schritt, um die Entwicklung von Gebärmutterhalskrebs zu verstehen. Die Autoren betonen jedoch, dass die Ergebnisse in unabhängigen Patientenkohorten bestätigt werden müssen, bevor sie für die klinische Entscheidungsfindung in Frage kommen.
Die Studie wurde vom Nationalen Programm zur Erforschung der funktionellen Genomik (FUGE) im norwegischen Forschungsrat, von der norwegischen Krebsgesellschaft und von der regionalen Gesundheitsbehörde im Südosten Norwegens unterstützt.
"Analyse der Gen-Dosierung, Expression und Ontologie identifiziert treibende Gene in der Karzinogenese und Chemoradioresistenz von Gebärmutterhalskrebs"
Lando M, Holden M, Bergersen LC, Svendsrud DH, Stokke T, et al.
(2009) PLoS Genet 5 (11): e1000719
doi: 10.1371 / journal.pgen.1000719
PLoS Genetik
Geschrieben von Stephanie Brunner (BA)

Top