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Eine Studie veröffentlicht Online First in der Lancet Onkologie zeigt, dass CT-Kolonographie als eine zusätzliche primäre Darmkrebs-Screening-Test könnte zu einer signifikant höheren Beteiligung an Screening-Programmen als herkömmliche Koloskopie führen.
Darmkrebs ist nach wie vor die zweithäufigste Krebstodesursache in Europa. Die Mehrzahl der kolorektalen Karzinome entwickelt sich aus Polypen, die im Wesentlichen vermeidbar sind und behandelt werden können.
Obwohl Leben durch Koloskopie-Screening gerettet wird, indem Polypen identifiziert und entfernt werden, bevor sie krebsartig werden, bleibt die Teilnahme dennoch im Allgemeinen niedrig. CT-Kolonographie ist jedoch weniger invasiv im Vergleich zu einer Standard-Koloskopie. Es erfordert keine Sedierung und könnte daher mehr Menschen ermutigen, gescreent zu werden.
Perry Pickhardt von der Universität von Wisconsin-Madison, Madison, USA, erklärt in einem begleitenden Kommentar:

"Das Problem beim Screening auf Darmkrebs hängt nicht von der Testwirksamkeit per se ab, sondern eher von der Bereitschaft der Patientenbeteiligung. Durch das Angebot der zusätzlichen Option der CT-Kolonographie für das Screening werden die Gesamtergebnisse der Patienten durch das Äquivalent positiv beeinflusst größere) Ausbeute für fortgeschrittene Neoplasien gekoppelt mit einer Verringerung der Komplikationen und Kosten. "

Die Forscher um Evelien Dekker und Jaap Stoker vom Academic Medical Center in Amsterdam und Ernst Kuipers vom Erasmus Medical Center in Rotterdam, Niederlande, entschieden, die Patientenbeteiligung und den diagnostischen Ertrag zwischen Screening mit konventioneller Koloskopie und CT-Kolonographie zu vergleichen.
Sie luden Personen im Alter von 50-75 Jahren mit durchschnittlichem Risiko aus der Allgemeinbevölkerung in Amsterdam und Rotterdam ein, die randomisiert entweder für Kolonkarzinom-Screening durch Kolonoskopie oder durch CT-Kolonographie ausgewählt wurden.
Sie beobachteten, dass sich die Teilnahme an Screenings mit CT-Kolonographie im Vergleich zur konventionellen Koloskopie um mehr als 50% verbesserte.
"Der wahrscheinlichste Grund für den signifikanten Unterschied in der Teilnahmequote ist ein Unterschied in der erwarteten Belastung oder verfahrensbedingten Komplikationen."

Die Ergebnisse zeigten, dass die Koloskopie im Vergleich zur CT-Kolonographie ein wesentlich fortgeschritteneres abnormales Wachstum von Zellen (Neoplasie) pro 100 Teilnehmer zeigte, jedoch war der Gesamtprogressionsgewinn pro Eingeladener für fortgeschrittene Neoplasien für beide Verfahren ähnlich.
In einer abschließenden Stellungnahme sagen die Forscher:
"Beide Techniken können für ein populationsbasiertes Screening auf Darmkrebs verwendet werden. Andere Faktoren wie Kostenwirksamkeit und wahrgenommene Belastung sollten bei der Entscheidung, welche Technik vorzuziehen ist, berücksichtigt werden."

Perry Pickhardt stimmt in einem begleitenden Kommentar zu, sagen:
"Die additiven Ausbeuten, sowohl die Koloskopie als auch die CT-Kolonographie als primäre Screening-Optionen zur Verfügung zu haben, könnten sich in Zukunft stark auf die Inzidenz und Mortalität von Darmkrebs auswirken."

Geschrieben von Petra Rattue
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